Vorschlag: modifizierter Kalender

Stand: Freitag 7.Mai 2004

Folge 1:

Jupiter mit seinen Monden

Vorschlag/Ansatz eines modifizierten Gregorianischen Kalenders.
Insbesondere neue Wochentags- und Feiertagsregel, Jahreskalender und Info zu Ostertagsbestimmung.

Damit könnte die Planung von Terminen im Umfeld der Wirtschaft stark vereinfacht werden.

Eine
riesige Quelle zur Kalenderrechnung von Herbert Metz finden Sie bei http://www.computus.de
Einen Jahreskalender, der auf eine DIN-A4-Seite passt, generiert die Webseite von Jürgen Gärtner

modifizierter Gregorianischer Kalender:

Julius Caesar führte 45 v. Chr. die Regelung ein, daß im römischen Kalender auf 3 Jahre mit 365 Tagen ein Schaltjahr mit 366 Tagen folgt. Also fallen in das Zeitintervall von 100 tropischen Jahren 36 525 Tage. Auf die römische Tradition geht auch die Aufteilung der Tage auf die einzelnen Monate und die Monatsnamen zurück.

Der heute noch gültige Gregorianische Kalender geht auf die Arbeiten von Aloysius Lilius (gest. 1576) und Christopher Clavius (1537 - 1612) zurück. In einer päpstlichen Bulle vom 24. Februar 1582 legte Papst Gregor XIII fest, daß auf Donnerstag, 4. Oktober 1582, als nächster Tag der Freitag, der 15. Oktober 1582, folgen sollte. Damit wurde der Frühlingsanfang wieder auf den 21. März geschoben. Weiterhin wurde die alte Schaltjahresregel verbessert. Die Jahre, deren Jahreszahl ohne Rest durch hundert teilbar ist, sind, abweichend von Caesars Regelung, keine Schaltjahre, es sei denn, die Jahreszahl ist durch vierhundert ohne Rest teilbar. Auf diese Weise fallen 36524,25 Tage in ein Jahrhundert, in recht guter Näherung zum tatsächlichen Wert (s.o.), so daß auch langfristig der Frühlingsanfang im Mittel auf den 21. März fällt.

Da die Jahreszahl 2000 ohne Rest durch 400 teilbar ist, ist also das Jahr 2000 ein Schaltjahr und hat deshalb einen Schalttag, den 29. Februar.Ziel ist, Jahres- und Quartalsanfang auf den selben Wochentag fallen zu lassen! Damit ergäbe sich auch eine Vereinfachung von Terminplanungen im täglichen Leben, der Wirtschaft und in anderen terminabhängigen Planungen. Selbstverständlich soll und muß Rücksicht auf die beweglichen (kirchlichen) Feiertage gelegt werden, so wie diese auf dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 n. Chr. empfohlen wurden.

Skizzierung der zugrunde liegenden Konzepte:

Bei 365 Tagen im (Gemein-)Jahr und Division durch 7 (Wochentage Montag bis Sonntag) bleibt ein Rest von 1 Tag. Wenn man für diesen Tag einen eigenen Namen wählt, dann beginnt jedes Jahr mit dem gleichen Wochentag. Legt man diesen nach dem 30. Dezember und vor dem 1. Januar, so benennt man diesen zweckmäßigerweise als Neujahrstag.

Im Falle eines Schaltjahres kommt ein weiterer Tag hinzu. Diesen könnte man in die Mitte eines Jahres (zwischen 30. Juni und 1. Juli) legen. Für diesen vergibt man ebenfalls einen besonderen Namen (etwa zu Ehren dessen, der diesen Kalender am 15.10.1582 einführte Tag zu Ehren Papst Gregor XIII., oder Tag des Gregorianischen Kalenders, etc.).

Zusätzlich ändert man die Längen der Monate ab. Die heute bestehenden Monatlängen von 31-28/29-31-30-31-30-31-31-30-31-30-31 für die Monate Januar bis Dezember werden geändert, um eine größere innere Ordnung innerhalb der Jahresstruktur nach dem Gregorianischen Kalender zu erhalten. Legt man für den Monat zu Beginn eines jeden Quartals (die Monate Januar, April, Juli, Oktober) 31 Tage fest, so haben alle anderen Monate 30, jedes Quartal 91und jedes Jahr 364 Tage plus den oben erwähnten Neujahrstag. Es muß nun lediglich noch festgelegt werden, auf welchen Wochentag der 1. Januar entfallen soll. Definiert man für diesen Montag, so ist der 31. Dezember eines jeden Jahres ein Sonntag, auf den der Neujahrstag und danach Montag, der 1. Januar folgt.

Mit 7*13 = 91 Tage in jedem Quartal * 4 Quartale kommt man einschließlich dem Neujahrstag auf 365 Tage im normalen Jahr und auf 366 Tage im Schaltjahr.

Man ändert also nichts an der äußeren Ordnung des bewährten gregorianischen Kalenders, zieht aber zusätzlichen Nutzen aus der bequemen Wochentagsbestimmung für Jahres- und Quartalsanfang. Damit hätte man dann nach der Einführung eines solchen modifizierten Kalenders immer am gleichen Wochentag Geburtstag im Jahr.

Ihre Vorschläge zu diesem Thema sind ausdrücklich erwünscht...

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nähere Einzelheiten folgen...

Oster-Datum:

Bleiben noch die Übereinkünfte zur Erhaltung der kirchlichen Feiertage. Hier ist insbesondere der Ostersonntag Ausgangspunkt für die sogenannten beweglichen Feiertage (Himmelfahrt, Buß- und Bettag). Für die christliche Kirche besteht größtes Interesse, daß die gesamte Christenheit das Osterfest am gleichen Tage feiert und daß dieses Datum seinen Bezug zu den biblischen Texten behält (z. B. Ex 12, 1-14; Mk 14, 1; 15, 42).

Auf dem
Konzil von Nicäa wurde im Jahr 325 n. Chr. empfohlen, Ostern überall am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling (der nördlichen Halbkugel) zu feiern, wie es in der weströmischen Kirche Brauch war. Ostern ist damit ein bewegliches Fest zwischen dem 22. März und 25. April eines jeden Jahres. Der bis ins 17. Jahrhundert gebräuchliche Julianische Kalender war jedoch ungeeignet, das zugehörige Datum einfach und eindeutig zu bestimmen.

Fortsetzung (mit Osterdatumsberechnung) folgt...

Nebenbei bemerkt, weil eine Euphorie (Panik) beim Übergang vom 31.12.1999 auf den 1.1.2000 schon überall festgestellt werden kann:

Da der (gregorianische) Kalender mit dem Jahr Eins nach Christi Geburt beginnt und kein Jahr Null kennt, dauerte also das erste Jahrtausend bis zum Ende des Jahres 1000 n. Chr..
Entsprechend beginnt das dritte Jahrtausend des gregorianischen Kalenders erst mit dem Jahreswechsel von 2000 nach 2001.

Literatur:

  • Butkewitsch, A. V.; Selikson, M. S.: Ewige Kalender, Leipzig: BSB B. G. Teubner Verlagsgesellschaft Leipzig 1989, 6. Auflage

  • Coyne, G. V.; Hoskin, M. A.; Pedersen, O. (Hrsg.): The Gregorian Reform of the Calendar, Proceedings of the Vatican conference to commemorate its 400th anniversary 1582-1982, Vatikan-Stadt 1983

  • Lichtenberg, H.; Gerhards, L.; Graßl, A.; Zemanek, H.: Die Struktur des Gregorianischen Kalenders, Sterne und Weltraum 37 (1998), S. 326 - 332 und dort zitierte Schriften

  • Zemanek, H.: Kalender und Chronologie, München, Wien: Oldenbourg Verlag, 1987

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